13.02.26 –
Claudia Wilke, Fraktionsvorsitzende: Wer die Gemeinde Vechelde zukunftsfähig aufstellen will, muss belastbare Mehrheiten organisieren.
Vechelde. Der geplante Neubau einer Grundschule im Gebiet Vechelde-West wirft weiterhin zentrale Fragen auf. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeinderat Vechelde hat zur Sitzung des Ausschusses für Bildung und Jugendpflege (12.02.2026) insgesamt 19 Fragen eingebracht. „Noch immer sind wesentliche Punkte ungeklärt: Der Umgang mit prognostizierten sinkenden Schüler*innenzahlen, die künftigen Schuleinzugsgebiete, die langfristige Finanzierung des Neubaus, notwendige Investitionen in bestehende Schulgebäude sowie die Verkehrssituation rund um die Bahnunterführung“, erklärt Claudia Wilke, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Gemeinderat. In der Ausschusssitzung stellte der Bürgermeister seine Gründe für das Erfordernis eines Neubaus dar und beantwortete zum Teil die Fragen der GRÜNEN. „Die Interpretation der prognostizierten Schüler*innenzahlen, die Finanzierung des Neubaus und die Herangehensweise zur neu Einteilung der Schuleinzugsgebiete könnten jedoch nicht größer sein“, erläutert Wilke.
Seit Beginn der Debatte um einen möglichen Schulneubau sei es Ziel der GRÜNEN gewesen, die grundlegenden Fragen transparent zu klären und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Bis heute ist dieser gemeinsame Klärungsprozess nicht erfolgt. Stattdessen werden kritische Nachfragen als Wahlkampftaktik diffamiert. Das hilft weder den Kindern noch der Gemeinde“, so Wilke.
Die GRÜNEN kritisieren, dass zentrale Entwicklungen, etwa sinkende Geburtenzahlen, insbesondere im Einzugsgebiet der Grundschule im Kernort, nicht ausreichend in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Politik müsse auf Grundlage aktueller Zahlen und Prognosen handeln. „Wenn sich daraus ergibt, dass zusätzliche Kapazitäten an bestehenden Schulen, wie z.B. in Vallstedt, sinnvoller sind als ein Neubau, dann ist das keine parteitaktische Entscheidung, sondern verantwortungsvolle Kommunalpolitik“, betont Wilke.
Die Fraktion der GRÜNEN werde vor der Ratssitzung am 19.03.2026 und evtl. vorher notwendiger Sitzungen der weiteren Fachausschüsse eine abschließende Bewertung des Projekts vornehmen. Klar sei jedoch schon jetzt: Eine Entscheidung über eine Verpflichtungsermächtigung von 31 Millionen Euro dürfe nicht von zufälligen Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat abhängen.
Im Gemeinderat stehen sich aktuell 16 Stimmen der Gruppe CDU-Jäcker-PB inklusive Bürgermeister und 17 Stimmen von SPD und GRÜNEN gegenüber – ohne feste Kooperation zwischen SPD und GRÜNEN. „Wer bei einer Investition in dieser Größenordnung darauf setzt, dass Mehrheiten durch zufällig anwesende Ratsmitglieder zustande kommen, verkennt die Verantwortung kommunaler Entscheidungsprozesse“, so Wilke. „Zukunftsweisende Projekte brauchen breite, verlässliche Mehrheiten. Dafür müssen alle Beteiligten aktiv Verantwortung übernehmen.“
Claudia Wilke,
Fraktionsvorsitzende
Medien
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